Beipackzettel richtig lesen

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Beitrag: Beipackzettel richtig lesen

Die meisten Menschen, die ein Medikament verschrieben bekommen oder ein Medikament in der Apotheke kaufen, sind mit dem Beipackzettel vollkommen überfordert. Den Beipackzettel richtig lesen, damit haben nicht nur die Patienten ihre Probleme,  auch Apotheker und sogar Ärzte haben mitunter ihre Schwierigkeiten. Einen Beipackzettel richtig lesen ist schwierig, denn es wimmelt von Fachausdrücken und nicht alle Zusammenhänge erschließen sich auf den ersten Blick.

Vieles was in den Beipackzetteln steht, ist schlichtweg falsch, es wird viel verschwiegen oder nur sehr unzureichend erläutert. Die Hersteller der Medikamente kommen in vielen Fällen ihrer Verpflichtung nicht nach, denn sie müssen nicht nur dafür sorgen, dass Patienten einen Beipackzettel richtig lesen können, sie müssen alle Informationen auch immer leicht und für jeden verständlich lesbar machen und den Patienten mit allen notwendigen Hinweisen versorgen.

Eine interessante Studie

Zum Thema Beipackzettel richtig lesen gab es vor vier Jahren eine sehr interessante Studie. Diese Studie ergab, dass es auch nach sechs Jahren, seit die verbindlichen Richtlinien für die Lesbarkeit ins Leben gerufen wurden, nach wie vor sehr viel Spielraum für Verbesserungen gibt. Noch immer sind die Packungsbeilagen für Medikamente nur sehr schwer zu verstehen, aber auch an der Optik muss noch gearbeitet werden. Besonders ältere Menschen können die Beipackzettel nicht lesen, weil die Schrift einfach zu klein ist und auch das vielfach kompliziert gefaltete Papier macht Schwierigkeiten. Alles was die Patienten interessiert, ist kaum oder gar nicht zu finden. Das gilt vor allem für die Medikamente, die man frei in der Apotheke kaufen kann.

Die Patienten sind aber darauf angewiesen, dass sie den Beipackzettel richtig lesen können, denn viele haben die Erfahrung gemacht, dass sich der Arzt und auch der Apotheker nur selten und ungern die Zeit nehmen, um die Medikamente eingehend zu erklären.

Fachbegriffe richtig verstehen

Wer einen Beipackzettel richtig lesen will, der muss zunächst einmal die Fachausdrücke kennen. So bedeutet Retard, dass ein Medikament über einen langen Zeitraum wirkt und seine Wirkstoffe erst nach und nach abgibt. Ist von Forte die Rede, dann heißt das, ein Medikament wirkt besonders stark. Ist die Rede von Midi, dann ist das Medikament nicht allzu stark.

Alle, die einen Beipackzettel richtig lesen wollen, müssen sich auch mit den vielen Zahlen vertraut machen. Steht auf der Packung oder im Beipackzettel zum Beispiel 200, dann enthält die Kapsel oder die Tablette 200 Milligramm des jeweiligen Wirkstoffs. Je höher die Zahl, umso stärker ist auch das Medikament.

Viele fragen sich auch was Kontraindikationen bedeuten, wenn sie den Beipackzettel lesen. Übersetzt heißt das Wort Gegenanzeigen und weist darauf hin, welche Personen bei welchem Krankheitsbild ein Medikament nicht einnehmen dürfen. Geht es um Wechselwirkungen, dann zeigt das eine eventuelle Unverträglichkeit zu anderen Medikamenten an.

Unverträglichkeiten beachten

Wer einen Beipackzettel richtig lesen will, der muss vor allen Dingen den Abschnitt sehr genau beachten, in dem die Unverträglichkeiten beschrieben werden. Besonders wichtig ist das für Menschen, die zum Beispiel an einer bestimmten Allergie leiden. Oft finden sich unter der Rubrik Unverträglichkeiten Hinweise, wie: Nebenwirkungen können häufig oder sogar sehr häufig auftreten. „Sehr häufig“ heißt immer, dass jeder zehnte Patient von Nebenwirkungen betroffen sein kann. Steht dort „gelegentlich“, dann ist nur einer von 1.000 Patienten gemeint und wenn auf dem Beipackzettel „nur selten“ steht, dann ist lediglich ein Patient von 10.000 betroffen.

Welche Packungsgröße ist gemeint?

Patienten sollten nicht nur den Beipackzettel richtig lesen, auch auf der Verpackung selbst gibt es Hinweise, die viele nicht verstehen. Was bedeutet beispielsweise N1? Steht auf der Packung N1, dann handelt es sich um die kleinst mögliche Packungsgröße. N2 ist die mittlere Verpackungsgröße und bei N3 handelt es sich um die größte Menge, in der ein Medikament angeboten wird.

Bild: © Depositphotos.com / prill

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