Johanniskraut – das Kraut das die Seele aufhellt

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Beitrag: Johanniskraut – das Kraut das die Seele aufhellt

Johanniskraut gehört zu den bekanntesten Heilpflanzen und seine heilende Wirkung hat das unscheinbare Kraut schon vor über 2.000 Jahren unter Beweis gestellt. Im Mittelalter flochten die Menschen Kränze aus Johanniskraut und warfen ihre Kränze dann am längsten Tag des Jahres in das Sonnenwendfeuer. Das sollte vor bösen Geistern, Hexen und Dämonen beschützen. Seinen Namen verdankt das Johanniskraut dem Johannitag, dem 24. Juni und wenn es nach der Legende geht, dann ist das Johanniskraut, was an diesem Tag gepflückt wird, besonders wirksam.

Zunächst kam das Kraut mit seinen zarten gelben Blüten gegen Rückenbeschwerden, Asthma und auch Gicht zum Einsatz, erst im späten Mittelalter erkannten Heilkundige, dass Johanniskraut nicht nur den Körper, sondern auch die Seele heilen kann.

Wie wirkt Johanniskraut?

Johanniskraut wächst in Mitteleuropa und Asien am Waldrand oder auch auf lichten Wiesen. Die Blütezeit der Pflanzen liegt zwischen Juni und September. Wer in diesem Zeitraum die kleinen gelben Blüten zwischen den Händen verreibt, der bekommt „blutige“ Hände, denn von den Blüten wird eine intensiv rote Farbe abgesondert. Für die Heilpflanze eigenen sich alle Pflanzenteile mit Ausnahme der Wurzel, und der gewonnene Wirkstoff wird zu den sogenannten Hyperforinen und den Flavonoiden gezählt.

Johanniskraut hellt die Stimmung auf und kann Ängste lösen, aber warum das Kraut diese Eigenschaften hat, das ist bis heute unbekannt. Einige Forscher sind der Meinung, dass das Hyperforin und das Hypericin dafür sorgen, Angstzustände zu bekämpfen und Depressionen zu lindern. Johanniskraut ist als Arzneimittel gegen leichte und mittelsschwere Depressionen zugelassen.

Mit dem Arzt sprechen

Besonders im Herbst neigen viele Menschen unter depressiven Verstimmungen, sie fühlen sich grundlos traurig und ohne Antriebskraft. Auch die Wechseljahre können für Depressionen sorgen und selbst in der Schwangerschaft sind Frauen vor diesen Problemen nicht gefeit. Vor allem in der Schwangerschaft ist es schwer, gezielt etwas zu unternehmen, denn Medikamente können dem ungeborenen Kind schaden. Ärzte raten aber davon ab, bei Stimmungsschwankungen und depressiven Verstimmungen Johanniskraut zu nehmen.

Wer die Heilpflanze nutzen möchte, der sollte auf jeden Fall vorher mit einem Arzt sprechen, denn es kann zu Neben- und auch zu Wechselwirkungen kommen. So kann Johanniskraut die Wirkung eines anderen Medikaments außer Kraft setzen, das gilt auch für die Anti-Baby Pille. Frauen, die die Pille nehmen, sollten sich daher nach einem anderen Mittel umschauen. Das Gleiche gilt auch für einige Herz- und Kreislaufmedikamente, denn auch in diesem Fall kann es zu gefährlichen Wechselwirkungen kommen. Alle, die blutverdünnende Medikamente wie zum Beispiel Aspirin nehmen, können ebenfalls Probleme bekommen, und auch hier ist es immer ratsam einen Arzt zu fragen. Auch Menschen mit einer hellen Haut sollten bei der Einnahme der bekannten Heilpflanze vorsichtig sein, denn durch den Wirkstoff Hypericin wird die Haut lichtempfindlich. Das kann im besten Fall für Sommersprossen sorgen und im schlimmsten Fall zu einem Sonnenbrand führen.

Wann wirkt Johanniskraut?

Alle, die schon einmal ein Mittel gegen Depressionen eingenommen haben, die konnten sehr wahrscheinlich schon nach relativ kurzer Zeit die Wirkung spüren. Bei natürlichen Heilmitteln ist das ein wenig anders. Hier kann es mehrere Wochen dauern, bis sich die erste Wirkung zeigt. Wer Johanniskraut einnimmt, der muss also ein bisschen Geduld mitbringen, denn es dauert seine Zeit, bis sich die positiven Eigenschaften der Heilpflanze bemerkbar machen.

Bild: © Depositphotos.com / silencefoto

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