Masern – die unterschätzte Kinderkrankheit

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Beitrag: Masern – die unterschätzte Kinderkrankheit

Masern sind zwar eine Kinderkrankheit, aber die Masern sind auch eine Krankheit, die sehr schnell sehr gefährlich werden kann. Nicht nur Kinder können sich mit Masern infizieren, auch Erwachsene können sich anstecken, und in diesem Fall sollte man die Masern niemals auf die leichte Schulter nehmen. Wer die Masern bekämpfen will, der kann das am besten mit einer Masernimpfung, die heute mehr denn je von Ärzten empfohlen wird.

Was Masern so gefährlich macht, das ist die sehr hohe Ansteckungsgefahr und die Schnelligkeit, mit der sich diese klassische Kinderkrankheit verbreiten kann. Eine Masernimpfung ist daher der beste Schutz, um nicht an Masern zu erkranken.

Welche Symptome gibt es?

Masern lassen sich anhand der typischen Symptome relativ leicht erkennen. Zuerst zeigt sich ein großflächiger Ausschlag auf der Haut, der sich zunächst im Bereich der Brust und am Hals ausbreitet. Bevor es aber zum Ausschlag kommt, fühlen die meisten Betroffenen Symptome, die einer Grippe nicht unähnlich sind. Im Verlauf der Krankheit kann es auch zu hohem Fieber kommen, das meist in der ersten Phase auftritt. Generell gelten für die Masern folgende klassische Symptome:

  • Abgeschlagenheit
  • Müdigkeit
  • Kopfschmerzen
  • Fieber
  • Bauchschmerzen

Auch wenn das Gesicht anschwillt oder sich die Bindehäute der Augen plötzlich entzünden, dann können dies Hinweise auf eine Infektion mit Masern sein. Einige Patienten klagen auch über Schnupfen und einen quälenden trockenen Husten. Ab dem dritten Tag der Infektion kommt es zudem zu Veränderungen der Mundschleimhaut. Sie sprenkelt sich weißlich und die kalkähnlichen Flecken haben einen dunkelroten Hof. In dieser Zeit steigt meist auch das Fieber bei Kindern, nicht selten bis zu 39° Grad oder sogar mehr.

Wie werden Masern behandelt?

Bis heute ist kein Medikament entwickelt worden, was die Krankheit Masern an sich heilen kann, dem Arzt bleibt nur die Möglichkeit, die verschiedenen Symptome zu lindern. Ruhe und Schonung heißen zwei sehr effektive Mittel, wenn es darum geht, die Masern in den Griff zu bekommen. Kommt es zu einer Bindehautentzündung, dann sollte der Raum, in dem der Kranke liegt, abgedunkelt werden. Steigt das Fieber an, dann empfehlen sich Wadenwickel, die das Fieber senken, bei kleinen Kindern ist auch ein entsprechendes Zäpfchen sehr hilfreich.

Wenn in einer Familie ein Kind mit Masern infiziert wurde, dann kann der Arzt noch vier Tage nach dem Ausbruch die anderen Mitglieder der Familie durch eine gezielte Masernimpfung schützen. Auch wenn es sich bei den Masern um eine Kinderkrankheit handelt, es gibt einige Symptome, bei denen sofort der Arzt verständigt werden muss.

  • Wenn das Fieber über einen längeren Zeitraum hoch ist
  • Wenn Ohrenschmerzen dazukommen
  • Bei Atemnot und Kurzatmigkeit
  • Bei starken Kopfschmerzen
  • Wenn sich der Nacken versteift

Wenn Kinder erkranken, dann müssen umgehend die Schule oder der Kindergarten verständigt werden, denn dann bleibt noch ausreichend Zeit für eine Maserimpfung bei den anderen Kindern. Erst wenn alle Symptome vollständig abgeklungen sind, dann sind die Masern nicht mehr ansteckend.

Masern effektiv vorbeugen

Der einzige Schutz vor den Masern ist die Masernimpfung. In früheren Zeiten galt eine einmalige Masernimpfung als Schutz für das ganze Leben. Heute gehen Forscher davon aus, dass eine zweifache Maserimpfung deutlich besser ist, um sich nicht mit der Kinderkrankheit anzustecken. Die erste Masernimpfung sollten Kinder zwischen dem 11. und 14. Lebensmonat bekommen, die zweite Masernimpfung sollte dann vier bis sechs Wochen nach der ersten Impfung erfolgen.

Der in Deutschland vom Robert-Koch-Institut entwickelte Impfstoff bietet einen Schutz von 90 %, dass es nicht zu einer Infektion kommt. Eine Masernimpfung kann auch als Kombiimpfung zusammen mit einem Schutz gegen Mumps und Röteln gegeben werden. Auch eine Kombi der Masernimpfung mit Windpocken ist möglich und besonders für Kinder zu empfehlen, die in den Kindergarten kommen, denn auf diese Weise sind sie optimal geschützt.

Bild: © Depositphotos.com / piotr_marcinski

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