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Beitrag: Die Atkins Diät

Entwickelt wurde diese zum Teil umstrittene Diät von Robert C. Atkins, welcher der Ansicht war, dass nicht die Fette der Auslöser für Übergewicht sind, sondern ein Übermaß an Kohlenhydraten. Außer auf Kohlenhydrate muss man bei dieser Diät auf nichts verzichten. Fette sind bei dieser Diät nicht nur erlaubt, sondern sogar erwünscht. Nahrungsmittel wie Nudeln, Reis, Mehl und Kartoffeln werden von der Speisekarte gestrichen. Damit Mangelerscheinungen vermieden werden, werden während der Diät Mineralstoff- und Vitaminpräparate eingenommen. Lebensmittel wie Fisch, Fleisch, Wurst, Eier, Käse und Gemüse sind erlaubt, sodass man bei dieser Diät nicht hungern muss und ganz entspannt abnehmen kann. Zudem sollte auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr (drei Liter am Tag) geachtet werden. Die Idee hinter dieser Diät ist, dass durch die kohlenhydratarme Nahrungsaufnahme der Stoffwechsel so umgestellt wird, dass der Körper um Energie zu gewinnen anstatt auf Kohlenhydrate auf Fettreserven zurückgreift. Daher ist das Abnehmen trotz des Essens fettreicher Nahrungsmittel garantiert und das alles ohne Kalorien zu zählen. Das Fett in der Nahrung führt zur schnellen Sättigung, während das Eiweiß dafür sorgt, dass das Sättigungsgefühl länger anhält.

Hintergründe der Atkins Diät oder warum manche Menschen kaum abnehmen

Bei übergewichtigen Menschen ist oft die Kohlenhydrat-Verstoffwechselung gestört, sodass die normalerweise täglich eingenommene Menge an Kohlenhydraten nicht verwertet wird. Ein Durchschnittseuropäer nimmt durchschnittlich in der Regel circa zwanzig Prozent Fett, dreißig Prozent Proteine und fünfzig Prozent Kohlenhydrate zu sich. Bei der Atkins Diät wird aber auf Kohlenhydrate weitestgehend verzichtet. Hier dienen Fett und Proteine als Energielieferant, was den Nebeneffekt von einem angenehmen Sättigungsgefühl hat, bei dem man dennoch abnehmen kann. Bei dieser Diät spielt es kaum eine Rolle wie viel sondern was man isst. Auch bei ausreichender Nahrungszufuhr wird das Gewicht deutlich reduziert. Trotz circa zwei-bis dreitausend Kalorien am Tag purzeln die Pfunde und das bei Lebensmitteln wie Mayonnaise, Schinken, Eier, Kaffeesahne, Buttersoße, Rouladen, Grillhähnchen und ähnliche Dickmacher. Während einer Atkins Diät lässt sich das Gewicht zwischen fünf und fünfzig Kilogramm reduzieren. Laut zahlreicher Studien nimmt man in den ersten Monaten dieser Diät sehr viel und schneller, als bei einer fettreduzierten Ernährung ab. Wie bei fast allen vielversprechenden Diäten, gibt es aber auch hier Nachteile.

Abnehmen leicht gemacht, ist die Atkins Diät, gesundheitsschädigend?

Die Atkins Diät sollte nicht über einen zu langen Zeitraum betrieben werden, da sie sonst durch die einseitige Ernährung zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Fette in großen Mengen eingenommen erhöhen das Cholesterin und tierische Fette den Blutdruck, sodass dies zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen führen kann. Ein Übermaß an Eiweiß führt nicht selten zu Gicht. Zudem liefert die einseitige Ernährung dem Körper keine notwendigen Mineralstoffe und Vitamine. Ernährungswissenschaftler sind sogar der Ansicht, dass es bei der Atkins Diät zu verschiedenen gesundheitlichen Störungen kommen kann, da der Fettgehalt bei über fünfzig Prozent liegt und die Nahrung nicht ausgewogen ist. Um optimal zu funktionieren und dabei auch Gehirn und Muskeln mit Zucker zu versorgen benötigt der Körper ganz einfach Kohlenhydrate, was bei der Atkins Diät nicht gesichert ist. In diesem Fall kommt es beispielsweise zu Konzentrationsstörungen, Muskelstörungen und Schwächeanfällen. Auch Akne, Verstopfung, Probleme mit Nieren oder Leber sind bei einer solchen Diät nicht selten. Daher sollte man Abstand vor Diäten dieser Art nehmen und sich besser für eine andere Diät entscheiden, welche auch eine längerfristige Ernährungsumstellung erlaubt bei welcher man trotzdem abnehmen kann.

Fazit

Für gesundes Abnehmen mit längerfristigem Erfolg ist die Atkins Diät nicht geeignet, da sie auf längerer Sicht oft zu gesundheitlichen Schäden führen kann. Hier sollten andere Diäten beziehungsweise eine entsprechende Ernährungsumstellung in Betracht gezogen werden. Auch genügend Bewegung und sportliche Aktivitäten tragen zum gesunden Abnehmen bei. Wer all dies berücksichtigt, kann sein Gewicht dauerhaft, auf gesunde Weise und ohne Jo-Jo-Effekt reduzieren beziehungsweise halten.

Bild: © Depositphotos.com / robynmac

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